Fun-Ball Athleten auch im Masters Bereich im Aufwind

Acht Medaillen, davon fünf Goldene war die stolze Ausbeute der vier Teilnehmer des SV Fun-Ball Dortelweil bei den diesjährigen hessischen Masters Meisterschaften der Leichtathletik am 18.02.2024 in Stadallendorf. In 13 leichtathletischen Disziplinen suchten 222 Teilnehmer im Alter über 30 Jahren die Meister der jeweiligen Altersklassen.

Dabei begann der Wettkampf für den Fun-Ball nicht ideal, als sich Marina Tüchert (W35) beim Einspringen zum Weitsprung eine Zerrung zuzog und nicht antreten konnte. Besser lief es dann dafür bei Katja Küng (W40) die über 60m, 200m und 800m antrat. Mit Leistungen, die auch in einem Feld erheblich jüngerer Athletinnen wettbewerbsfähig wären, sicherte sich Katja über 60m in 8,99 s den 2. Platz, über 200m in 30,46 s den dritten Platz und am Ende über 800m in sehr starken 2:48,36 m noch eine weitere Silbermedaille. Ihr Mann Klaus Küng (M40), der beim Jedermannzehnkampf in Bad Nauheim Blut geleckt hatte, stieß die 7,26 Kg schwere Kugel auf beachtliche 9,16m und holte, ebenso wie im Weitsprung mit ordentlichen 4,60m, Gold. Von den Leistungen noch stärker einzuschätzen waren die drei Goldmedaillen von Alexander Eberwein (M45), der mit viel Ehrgeiz in den Wettkampf ging, hatte er sich doch im Vorfeld bei gemeinsamen Training mit der Jugend unter der Cheftrainerin Amaliya Sharoyan gut vorbereitet. Im 60m-Sprint setzte sich Alexander in 8,26s an die Spitze seiner Altersklasse. Im Hochsprung stieg er bei 1,45m ein und absolvierte bis zu seiner Siegeshöhe von 1,62m alle Höhen im ersten Versuch. Leider waren die 1,65m dann noch etwas zu hoch. So konnte Alexander dann noch einem Weltrekord in der Altersklasse M60 beiwohnen, als Rüdiger Weber von der TUS Eintracht Wiesbaden sagenhafte 1,79 m übersprang, eine Höhe, die bisher noch kein über 60-jähriger Athlet weltweit gemeistert hatte. Hochmotiviert, aber mit leichten Achillessehnenproblemen ging Alexander schließlich zum Weitsprung und wollte aus Vorsicht nur einen Sprung absolvieren. Leider war der erste Versuch knapp übertreten und er musste einen zweiten Versuch riskieren. Wieder minimal übergetreten! Der dritte Versuch brachte dann aber 5,22m und somit die dritte Goldmedaille für ihn ein.

Am Ende konnten die von Martina Berberich und Susanne Ely trainierten und unterstützen Athleten mit 8 Medaillen die Heimreise antreten, um jetzt die Blessuren des anspruchsvollen Wettkampfes auszukurieren.

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